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Wusstet ihr, dass...

Langlauf und Zielschießen mit dem Karabiner sind die grundlegenden Bestandteile des Wintersports Biathlon, der vor einigen Jahren in die olympischen Disziplinen aufgenommen wurde. Biathlon besitzt die Faszinationskraft eines Doppelwettkampfs, in dem es auf hohes Können in zwei Sportarten ankommt, welches größtenteils in der freien Natur unter Beweis gestellt werden muss.

Ursprung und Geschichte
Ursprung und Geschichte
Ursprung und Geschichte

Die Menschen im rauen Klima Nordeuropas schnallten schon vor Tausenden von Jahren Holzbretter unter die Füße und zogen mit Pfeil und Bogen aus, um das Wild zu schießen.

In der jüngeren Vergangenheit fand der Biathlon Eingang in die Militärakademien des Nordens:  norwegische und schwedische Grenztruppen trugen den ersten Wettkampf in dieser Disziplin aus. Das war im Jahr 1767!

Zwischen der Gründung des ersten Biathlon-Skiclubs und der offiziellen Aufnahme dieser Sportart als olympische Disziplin verging fast ein Jahrhundert: Der erste Einzelwettkampf für Männer wurde erst 1960 in Squaw Valley, USA, ausgetragen, und der Biathlon damit in eine zivile Sportart umgewandelt.
Nur zwei Jahre später wurden im österreichischen Saalfelden die ersten Biathlon-Weltmeisterschaften ausgetragen.

1978 ging man vom Großkalibergewehr zum Kleinkalibergewehr (und einer Schießentfernung von 50m zum Ziel) über, was zur Verbreitung des Sports beigetragen hat.

1984 wurden im französischen Chamonix bei den Biathlon-Weltmeisterschaften die ersten Frauenwettbewerbe ausgetragen, aber erst 1992 fand der Frauen-Biathlon Aufnahme in die Olympischen Spiele.

1993 wurde der IBU (International Biathlon Union) gegründet, der sich für die Verbreitung des Biathlons einsetzt und den Wettbewerbssport auf internationaler Ebene organisiert.

Kurioses
Kurioses
Kurioses

Auch die leidenschaftlichsten Fans kennen diese kleinen Besonderheiten nicht:

  • Die Orte, an denen die wichtigen Biathlon-Wettbewerbe ausgetragen werden, und ihre Biathlon-Strecken, dürfen sich gemäß dem Regelwerk des IBU nicht über 1800 ü.d.M. befinden, sofern keine Ausnahmen genehmigt werden.
  • Biathlon-Wettbewerbe dürfen nicht ausgetragen werden, wenn die Lufttemperatur, die am kältesten Punkt der Strecke in einer Höhe von 1,5m über dem Boden gemessen wird, unter -20°C liegt.
  • Beim Schießen ist es den Schützen untersagt, sich auch nur einen Ski auszuziehen oder Gegenstände unter die Ski zu legen.
Nützliche Hilfsmittel und Nachschlagewerke:
Nützliche Hilfsmittel und Nachschlagewerke:
Nützliche Hilfsmittel und Nachschlagewerke:

Offizielle Website des IBU (International Biathlon Union)
www.biathlonworld.com

Biathlon - Ergebnisse

biathlonresults.com

Regelwerk

Die Koordination des Biathlon-Wettbewerbssports auf internationaler Ebene obliegt dem IBU (International Biathlon Union). Der 1993 in London gegründete Dachverband mit Sitz im österreichischen Salzburg vereint heute fast sechzig Sportverbände auf der ganzen Welt.
Auf Länderebene wird der professionelle Biathlon-Sport von den Skiverbänden organisiert, in Deutschland z.B. vom Deutschen Skiverband, in Italien von F.I.S.I. (Federazione Italiana Sport Invernali).

  • Der Biathlon gliedert sich in zwei sportliche Disziplinen: Langlauf und Zielschießen mit dem Gewehr.
  • Fehler am Schießstand werden mit Strafen geahndet, üblicherweise mit 150m langen Strafrunden oder, beim Einzelrennen, durch die Anrechnung einer Strafminute auf die Gesamtzeit.
  • Die Vorgaben zur Ausrüstung (Link zum Abschnitt Ausrüstung) erfolgen vonseiten des IBU.
  • Je nach Wettkampfart erfolgt die Zuweisung der Startnummern durch das Los oder basierend auf den Ergebnissen eines zuvor ausgetragenen Qualifikationswettkampfes (z.B. Einzelrennen, Sprint...).
  • Biathlon-Wettkämpfe werden üblicherweise auf Laufstrecken und zum Teil im Stadion ausgetragen, in dem die besonderen Momente des Wettkampfs wie Start, Einlauf und Schießsequenzen stattfinden.

Ausrüstung

  • Skianzug (ein- oder zweiteilig)
  • Langlaufski (Mindestlänge: Größe des Athleten minus 4cm - Mindestbreite: 40mm)
  • Zwei Skistöcke
  • Langlaufschuhe
  • Spezielles Biathlongewehr, Kaliber 22, Mindestgewicht 3,5kg, manuell zu repetieren. Die maximal zulässige Mündungsgeschwindigkeit für das Geschoss beträgt 360m/s, die Schießentfernung beträgt für das Schießen im Stehen und Liegen einheitlich 50m. Das Gewehr wird auf dem Rücken mit der Mündung nach oben transportiert.
  • Die Munition hat aus Blei oder einer Blei-Legierung zu sein und einen Durchmesser von 5,6mm aufzuweisen. Das Gewicht des Geschosses darf höchstens 2,75g und muss mindestens 2,55g betragen.

Stadion, Schießstand und Zielscheiben

Stadion
Die Wettkampfstrecke besteht aus dem Stadion, den Laufstrecken, dem Zuschauerbereich und einem technischen Bereich.

Innerhalb des Stadions befinden sich:

  • Start- und Zielbereich
  • Schießstand
  • Strafrunde
  • Wechselzone (für die Staffelwettbewerbe)
  • Zuschauerbereich


Schießstand und Zielscheiben
Der Schießstand ist in 30 Schießbahnen mit je fünf Zielscheiben unterteilt, die in einer Entfernung von 50m aufgestellt sind.

Je nach Schießposition ist der Durchmesser der Zielscheibe verschieden: Im Liegen sind es 4,5cm und stehend 11,5cm, aber die gesamte Fläche wird durch eine schwarze Scheibe angezeigt.

Trifft das Geschoss auf die Zielscheibe auf, löst dies einen Sensor aus, der eine weiße Platte vor die Zielscheibe schiebt, um dem Schützen zu signalisieren, dass das Ziel getroffen wurde.

Internationale Wettbewerbe

Im Biathlon gibt es auf internationaler Ebene drei Hauptwettbewerbe:

  • Weltmeisterschaften
  • Weltcup
  • Olympische Spiele


Weltmeisterschaften
Die Weltmeisterschaften werden jährlich ausgetragen, mit Ausnahme der Jahre, in denen die Olympischen Winterspiele stattfinden, um das gleichzeitige Auftreten von zwei Großsportveranstaltungen zu vermeiden.

1958 fand die erste Weltmeisterschaft nur für Männer statt, 1984 wurden die ersten Biathlon-Wettbewerbe für Frauen separat ausgetragen. Für die ersten gemeinsamen Weltmeisterschaften musste die Welt bis 1989 warten.
Regelmäßig finden auch Junior- und Jugendweltmeisterschaften statt.

Weltcup
Der Weltcup ist ein jährlich stattfindendes Sportereignis mit Wettbewerben für Männer und Frauen (sowie gemischten Disziplinen), das in verschiedenen europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Veranstaltungsorten ausgetragen wird.

Jeder Weltcup gliedert sich in mehrere Wettkampfserien, bei denen verschiedene Disziplinen ausgetragen werden. Dabei werden sowohl die allgemeine als auch die Disziplin-Wertung ermittelt. 

Dorothea Wierer konnte am 3. Dezember 2015 im schwedischen Östersund den Sieg im Einzelrennen für sich verbuchen - und brachte Italien damit nach sechzehn Jahren wieder auf das höchste Treppchen. Am Ende des Jahres gewann sie auch den Weltcup in derselben Disziplin.

Olympische Spiele
Die Biathlon-Wettbewerbe sind als olympische Disziplin seit 1960 zugelassen, als das erste Einzelrennen der Männer über 20km stattfand, dem 1968 die Staffel der Männer folgte.

Erst 1992 durften auch die Frauen im Biathlon antreten. 

Biathlon-Disziplinen

Einzelrennen
Der Einzelwettkampf war die erste Biathlon-Disziplin, die Eingang in den Wettkampfsport fand. Die Sportler starten einzeln, im 30 Sekunden Takt. Die Männer laufen eine Streckenlänge von 20km, die Frauen eine Strecke von 15km. Es gibt vier Schießeinlagen, abwechselnd zwei liegend und zwei stehend.

Sprint
Ähnlich dem Einzelrennen, jedoch mit kürzeren Strecken (10km und 7,5km) und weniger Schießeinlagen.
Das Sprintergebnis legt die Abstände beim Verfolgungsrennen fest.
Hin und wieder wird auch der Super Sprint ausgetragen, bei dem zwei Wettbewerbe (Qualifikation und Finale) am selben Tag stattfinden: Bei der Qualifikation erfolgt der Start alle 15 Sekunden, beim Finale starten alle Athleten gleichzeitig.

Verfolgung
Das Verfolgungs-Rennen (Pursuit) ist eine der jüngeren Disziplinen (eingeführt beim Weltcup 1996), die aufgrund ihres spektakulären Wesens besonders beliebt ist.
Die in einem vorhergehenden Sprint- oder Einzelwettkampf hervorgegangenen ersten 60 Athleten treten gegeneinander an, wobei die Startabstände vom Startplatz abhängen.

Massenstart
Eine erst vor kurzem (1998) in den Weltcup eingeführte Disziplin ist der Massenstart, der aufgrund des großen Platzbedarfs in der Startphase eher selten ausgetragen wird und, in der Regel, der letzte Einzelwettkampf in allen internationalen Wettkämpfen ist.
Die Ermittlung der 30 Athleten, die am Massenstart teilnehmen dürfen, hängt von der Art des internationalen Wettbewerbs ab: Während der Weltmeisterschaften und der Olympischen Spiele dürfen pro Nation höchstens vier Vertreter an den Start gehen.

Staffel
Eine Staffel besteht aus vier Athleten (nur Männer oder nur Frauen) eines Landes.
Nach einem Massenstart hat jeder Teilnehmer eine Strecke von 7,5km (Männer) bzw. 6km (Frauen) zurückzulegen und zwei Schießeinlagen zu absolvieren: eine liegend, die andere stehend.
Bei dieser Disziplin haben die Läufer acht Versuche, um fünf Zielscheiben zu treffen, und können bei Fehlschüssen bis zu dreimal nachladen.

Mixed-Staffel

Zwei Frauen und zwei Männer treten in der Mixed-Staffel für ihre Mannschaft an.
Auch bei dieser Disziplin haben die Läufer acht Versuche, um fünf Zielscheiben zu treffen, und können bei Fehlschüssen bis zu dreimal nachladen.

Single-Mixed-Staffel

Bei dieser 2016 eingeführten Staffel-Variante treten nur zwei Athleten (ein Mann und eine Frau) für eine Mannschaft an, die jeweils zwei Durchgänge absolvieren.
Auch bei dieser Disziplin haben die Läufer acht Versuche, um fünf Zielscheiben zu treffen, und können bei Fehlschüssen bis zu dreimal nachladen.